Schulter
Aufgrund der Komplexität des Schultergelenkes kann es durch viele Ursachen zu Störungen der Funktion kommen. Nicht nur Unfälle, sondern auch degenerative und chronische Erkrankungen führen zu Bewegungs-Einschränkungen, Funktionsverlust und Schmerzen.
Anatomie – Funktion
Die Schulter stellt eine funktionelle Einheit mehrerer anatomischer Strukturen dar. Das eigentliche Gelenk wird aus dem Oberarmkopf und der Gelenkpfanne gebildet. Hinzu gehören das Schultereckgelenk (Akromioklavikulargelenk) gebildet aus Schulterdach und seitlichem Schlüsselbeinende sowie die Verschiebeschicht zwischen Schulterblatt und Brustkorb (Rücken).
Von allen Gelenken des menschlichen Körpers hat die Schulter das größte Bewegungsausmaß. Die Schulter wird maßgeblich muskulär stabilisiert. Um die Beweglichkeit zu ermöglichen, muss der Oberarmkopf idealerweise gegenüber der Gelenkpfanne zentriert sein. Dies wird über die Rotatorenmanschette (Sehnenkappe bestehend aus Sehnen 4er verschiedener Muskeln) gewährleistet. Der Arm kann so nach vorne und seitlich um ca. 170° angehoben bzw. abgespreizt werden. Innen – und Außendrehungen von ca. 70° sind möglich. Dies ist nur bei gleichzeitiger Verschiebung des Schulterblattes über dem Rücken möglich. Kommt es zu Erkrankungen einzelner Bereiche der Schulter, kann die Funktionalität empfindlich gestört werden: Von bewegungsabhängigen Schmerzen bis hin zu quälenden Ruheschmerzen.
Unfallbedingte Schultererkrankungen:
Degenerative Schultererkrankungen:
- Impingement- (Engpass-) Syndrom
- Schulterarthrose
- Schultereckgelenksarthrose (AC-Arthrose, Akromioklavikulargelenksarthrose)
- Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
- Schultersteife (frozen shoulder)
- Rotatorenmanschettenruptur
- Schulterinstabilität
- Habituelle Schulterluxation bei primärer Schulterinstabilität
Nach einer zielgenauen Diagnostik erhalten unsere Patienten im POC individuell abgestimmte, konservative Therapiekonzepte – und falls notwendig – auch operative Behandlungskonzepte. Bei unserem OP-Behandlungsspektum stehen arthroskopische Eingriffe (Gelenkspiegelungen über kleine Hautschnitte, sog. Schlüsselloch-Operationen) im Vordergrund sowie offene rekonstruktive Verfahren.